Bildungswesen

Rund 87 Prozent der österreichischen Unternehmen bieten Möglichkeiten zur Weiterbildung an. Immer mehr geht es um Kompetenzen und nicht nur um Qualifikationen, die erlernt werden sollen.

Das Bildungswesen unterliegt sowohl national als auch international einem großen Veränderungs- und Umdenkprozess. Dabei lassen sich zwei wesentliche Trends erkennen: Zum einen tragen gesellschaftspolitische Faktoren wie der Anstieg des allgemeinen Bildungsniveaus, die Zunahme des Individualisierungsprozesses, der Anspruch des lebenslangen und kontinuierlichen Lernens sowie die Internationalisierung wesentlich zu einer massiven Ausdehnung des Weiterbildungsrepertoires bei. Zum anderen gewinnen Bildungseinrichtungen immer mehr an budgetärer und personeller Autonomie und kämpfen gleichzeitig – oder gerade deshalb – mit Ressourcenknappheit.

Diese Entwicklungen verändern auch in Österreich die Bildungslandschaft von einer vorgegebenen staatlichen Struktur hin zu einer wettbewerbsorientierten Wissensgesellschaft. Der demografische Wandel und der Einsatz neuer Technologien machen ständige Weiterbildung unumgänglich. Besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang der nicht-formalen Weiterbildung zu, also Wissen und Fertigkeiten, die außerhalb von Schulen und Universitäten erworben werden. In Zukunft werden Lernergebnisse unabhängig davon wichtig sein, wo sie erworben wurden. Bei der Personalsuche geht es darum, diesen Veränderungsprozessen gebührend Rechnung zu tragen und Mitarbeiter mit dem entsprechenden Mindset an Board zu holen.