In der aktuellen Situation sind Video-Telefonate im Recruiting-Prozess eines der wichtigsten Hilfsmittel.

Die Dos und Don’ts der Video-Bewerbung

In der aktuellen Situation, wo persönliche Gespräche und Treffen auf ein Minimum reduziert werden, sind Video-Telefonate im Recruiting-Prozess eines der wichtigsten Hilfsmittel. Was noch vor Kurzem bei vielen Stellenbesetzungen undenkbar war, wird nun bei vielen Unternehmen bereits getestet und vielfach ausprobiert.

Das Wirtschaftsmagazin Sheconomy (sheconomy.at) hat bzgl. der Dos & Don’ts bei Video-Bewerbungsgesprächen bei Andrea Viehauser, Managing Director bei Amrop Jenewein, nachgefragt und die wichtigsten Punkte hierzu zusammengefasst:

Technik: Als BewerberIn sollte man sich möglichst im Voraus mit der jeweiligen Videokonferenz-Software vertraut machen und auch die Internetbandbreite, sowie das eigene Equipment vor dem Gespräch testen.

Verzögerungen oder Rückkopplungsgeräusche: das Problem ansprechen und kurz ab- und wieder anmelden. Generell auch etwas langsamer sprechen, Pausen einlegen und beide Gesprächspartner sollten klar kommunizieren und sich deutlich verständigen können. Nicht gleichzeitig sprechen.

Umgebungsbedingungen: Achten Sie darauf, welche Eindrücke der Hintergrund oder die Umgebung bei Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihrem Gesprächspartner vermitteln könnten. Versuchen Sie, potenzielle Störungen oder Ablenkungen so weit wie möglich zu vermeiden.

Planung des Gesprächs: Für ein Video-Bewerbungsgespräch müssen Sie noch etwas genauer planen, weil es bei Video-Interviews meist viel weniger zeitlichen Spielraum gibt. Bleiben Sie im Gespräch immer fokussiert und konzentrieren Sie sich auf die relevantesten Punkte. Fokussieren Sie sich auf Ihren Mehrwert.

Beziehungsebene: Aufgrund des physischen Abstands und der möglicherweise größeren Reserviertheit im Vergleich zu einem persönlichen Treffen müssen zusätzliche Anstrengungen unternommen werden, um eine Beziehung zum Gesprächspartner aufzubauen und eine Atmosphäre zu schaffen, in der Ihr Gespräch natürlicher »fließen« kann. Auch ist der Gesprächsanfang & – abschluss ist meist kürzer. 

Rückfragen: Bei einem Videogespräch sollten Sie regelmäßig kurze Rückfragen an Ihren Gesprächspartner richten. Dadurch zeigen Sie Ihre Professionalität und können Ihren »Mehrwert« für die Organisation gut vermitteln.

No-Gos bei Video-Bewerbungsgesprächen:

  • Ablenkung durch Ihr Smartphone sowie andere Störsignale / Geräusche sollten Sie auf jeden Fall vermeiden. 
  • Auch die eigene Haltung und Ihr Auftreten sollte dem Bewerbungsgespräch angemessen sein und wahren Sie unbedingt den Blickkontakt. Lächeln Sie, auch wenn Ihnen das Meeting vielleicht keinen Spaß macht.
  • Unterbrechen Sie Ihr Gegenüber nicht –  abgesehen, dass dies generell unhöflich ist, entsteht bei einer Videokonferenz eine schlechte Tonqualität.
  • Öffnen Sie keine privaten und zusätzlichen Seiten während des Screen Sharings. Achten Sie darauf, welche Favoriten Sie in Ihrer Favoritenleiste haben.
  • Verwenden Sie nicht das Notebook Ihres derzeitigen Dienstgebers für Bewerbungsgespräche.

 

Den gesamten Artikel können Sie auf sheconomy.at nachlesen.

Weitere Infos rund um das Thema Video-Bewerbungsgespräche finden Sie in unserem Deepdive Remotely Possible – Top 10 Tips for Video Interviews

Andreas Salcher Günther Tengel

Wer gewinnt, wer verliert?

Für sein Buch „Der verletzte Mensch“ ist Autor und Keynote-Speaker Andreas Salcher unter anderem der Frage nachgegangen, was Gewinner von Verlierern unterscheidet. Gemeinsam mit Günther Tengel, Managing Partner von Amrop Jenewein, hat sich der Autor diesem Thema nun im Kontext der Corona-Krise angenähert.

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