I am my biggest project - Personal Marketing
New Horizons For Executives and Leaders For What’s Next - Chapter 2

I Am My Biggest Project: Personal Branding

Im 2. Kapitel unserer “I Am My Biggest Project” Serie möchten wir Ihnen die Kernprinzipien des strategischen Marketings vorstellen und wie man diese für die eigene “Personal Brand” einsetzt. Wie präsentieren wir uns dem richtigen Publikum auf eine einzigartige und überzeugende Weise.

Personal Marketing

Entscheidungsträger und Investoren verstehen zunehmend, dass eine Win-Lose-Mentalität zu massiven Reputationsschäden führen kann. Und so stehen nachhaltige Beziehungen, die für beide Seiten von Vorteil sind, seit längerem stark im Fokus.

In vielen Bereichen der Wirtschaft, des gesellschaftlichen Lebens bis hin zu unseren Karrieren, werden die heutigen Marketingtechniken angewandt.

Wenn es jedoch um das persönliche Marketing in der Praxis geht, bleibt der theoretische Ansatz häufig auf der Strecke. Zu vielen Führungskräften – auch Menschen mit einem feinen Gespür für die Wirtschaft – fehlt oftmals nicht nur die reflektierte Perspektive einer außenstehenden Person auf sich selbst, sondern auch eine verinnerlichte und objektive Sichtweise in Bezug auf die eigene Vision, Bedürfnisse und Fähigkeiten. 

Im “Personal Marketing” geht es darum, ein nachhaltiges Bild von uns selbst zu schaffen, eines, das uns wahrheitsgetreu und konsequent repräsentiert und sich an ein Publikum wendet, dem unser spezifisches Profil wichtig ist.

Die eigene Marken Identität aufbauen

Was sehen wir, wenn wir an Apple, Disney, L’Oréal oder unsere eigenen Organisationen denken? Unternehmen, die alles daran setzen, die Aufmerksamkeit der Stakeholder zu gewinnen und sich ihre Loyalität zu sichern. Und da sind sie auf einen klar definierten und überzeugenden Ausgangspunkt angewiesen.

Das “Brandprisma” bzw. die Markenidentität wurde in den 1990er Jahren von Jean-Noël Kapferer entwickelt und ist ein Modell zur Strukturierung dieses Ausgangspunktes. Es ist die perfekte Grundlage für Ihre persönliche Marketingstrategie  und besteht aus sechs Dimensionen.

  • Körperbau: Ihre greifbaren, sichtbaren Merkmale
  • Persönlichkeit: Ihre Hauptmerkmale
  • Beziehung: wie Sie Ihre Organisation/Kunden behandeln
  • Reflexion: die Hauptmerkmale Ihrer idealen Organisation/Klientengruppe
  • Kultur: Ihre Werte, wofür Sie stehen
  • Selbstbild: wie sehen Sie sich selbst
Brand Prism Amrop Jenewein
Beispiel eines "Brandprisma" inspiriert von einem Executive

Ihr Zielmarkt

Wenn wir die eigene Markenidentität ausarbeiten, haben wir ein Stereotyp unseres Zielmarktes abgesteckt – da dies mit den Dimensionen „Reflexion“ und „Selbstbild“ der Markenidentität zusammenhängt. Unsere Aufgabe besteht nun darin, die Verbindung zwischen uns und diesem Zielmarkt herzustellen (den Unternehmen, Organisationen oder anderen Parteien, die unser Produkt oder unsere Services/Dienstleistung kaufen werden).

Ihr 7P-Modell aufbauen

Sicherlich ist Ihnen das 7P-Marketingmodell bekannt, das auf dem 4 P-Modell von E. Jerome McCarthy  basiert (‘Basic Marketing. A Managerial Approach’. The textbook entered its 19th edition in 2013). Dieses Modell kann unsere Grundlage sein, um die nächsten Schritte in Richtung Personal Marketing / Selbst-Marketing zu gehen. Immer mit Fokus auf den “Zielmarkt” werden die 7 P’s analysiert und für sich selbst optimiert:

  • Product
  • Promotion
  • Price
  • Place
  • Process
  • Physical Environment
  • People

Effizientes und authentisches Personal Marketing besteht darin, einen Mehrwert zu stiften und positive Kraft auf sein Umfeld auszustrahlen.

“Personal marketing is more than an analytical process. It is an attitude.”

Fazit: 8 Schlüssel zur eigenen “Personal Marketing Excellenz” und wie man eine “Leading Brand” entwickelt:

Vision: Eine klare Vorstellung davon, was er oder sie tut und warum. Arbeitet auf dieses höhere Ziel hin, indem er ständig Verbesserungen an seiner Seins- und Arbeitsweise findet und den Weg anderer erleichtert. Sieht über den gegenwärtigen Augenblick hinaus, kann vorhersagen, was andere vielleicht nicht bemerken.

Optimismus: Verarbeitet schwieriges Feedback, verwandelt es in eine Lerngelegenheit. Sucht nach dem Silberstreif und erfreut sich als solcher einer besseren psychischen und physischen Gesundheit.

Integrität: Ehrgeizig und doch Grenzen respektierend, ohne zu schaden oder zu täuschen. Kennt die Kehrseite übertriebenen Ehrgeizes, ist wachsam gegenüber Heuchelei, Gier und ethischen Ausrutschern. Eine vertrauenswürdige Marke hält, was sie verspricht.

Solidarität: Hält an und hilft, ohne gefragt zu werden. Hat einen ‚esprit de corps‘ – handelt in dem Wissen, dass Zusammenhalt und Einheit uns helfen, unsere persönlichen und kollektiven Ziele leichter zu erreichen.

Sichtbarkeit: Freiwillige für Projekte und Aufgaben, die eine gute Wachstumsherausforderung sein können. Hat den Mut, sich der Aufmerksamkeit und Kritik auszusetzen, die Komfortzone zu verlassen

Geduld: Ein Gespür für Chancen – weiß, wie man Gelegenheiten zum richtigen Zeitpunkt schafft und nutzt. Ist auch belastbar, mit der Fähigkeit, Frustrationen auszuhalten und durchzuarbeiten.

Einfühlungsvermögen: Schätzt die Arbeit von Partnern oder Mitarbeitern, erkennt nachweislich ihre Verdienste an und lernt von ihnen. Identifiziert sich mit anderen und versucht, ihren Standpunkt zu verstehen. Nimmt sich großzügig die Zeit, alternative Perspektiven zu verstehen, bevor sie bewertet oder beurteilt wird.

Reife: Engagiert sich in der laufenden, täglichen, emotionalen Entwicklung, bewältigt seine oder ihre Emotionen und hilft anderen, das Gleiche zu tun. Weiß z.B., wie man einen Konflikt bewältigt, ohne neue Herausforderungen oder Ungleichgewichte zu schaffen.

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